Ausgerechnet in der Kulturmetropole München fehlt es an Freiräumen für eine alternative und unkommerzielle Kultur- und Partyszene. Immer wieder greifen Künstler*innen und Veranstalter*innen, die in den großen Clubs keinen Platz finden, zur Selbsthilfe, indem sie unangemeldete Partys in München und Umgebung veranstalten – eine Praxis, die auch mit Risiken verbunden ist, wie der tragische Tod eines DJs Anfang des Jahres zeigte, von dem die Zeitungen berichteten. 

Unser Oberbürgermeisterkandidat und Kandidat auf Listenplatz 4 unserer Stadtratsliste Thomas Lechner wirbt für Verständnis für die Künstler*innen und fordert die Stadt auf, Maßnahmen zur Unterstützung unkommerzieller Veranstaltungen zu ergreifen:  

„Selbstbestimmte Künstler*innen- und Veranstaltungskollektive sind ein wichtiger Motor für die Entwicklung von authentischer und nicht kommerzialisierter Kultur. Fehlen Freiräume außerhalb des kommerziellen Partybetriebs, bleibt ihnen kaum eine andere Möglichkeit, als selbst Räume zu erschließen. Lösungsansätze bewegen sich oft im rechtlichen Grauzonenbereich mit unwägbaren Risiken für Veranstalter*innen und Gäste.

Als Stadt mit dem Anspruch einer „Kulturmetropole“ darf sich München hier nicht aus der Verantwortung stehlen. Ich fordere die Stadt dazu auf, im Dialog mit Künstler*innen und Kollektiven unter Federführung des Kulturreferats Konzepte zu entwickeln, um einen unkommerziellen Kulturbetrieb ins Stadtleben zu integrieren. Die Stadt muss mehr leicht zugängliche und nutzbare Freiflächen ausschreiben – am besten dauerhaft.

Vorbilder wie Zürich zeigen, dass man auch unter den Bedingungen knapper Flächen durch den Abbau bürokratischer Hürden für selbstorganisierte Raves Szenen entkriminalisieren und die Veranstaltungssicherheit steigern kann. Mit solchen Maßnahmen ließen sich tragische Unfälle verhindern.“

 

Foto: (c) Bethel Fath