Angesichts der gestrigen Razzien gegen 13 Pflegedienste in München und Augsburg wegen Abrechnungsbetrugs fordert der Spitzenkandidat der Münchner LINKEN für die Stadtratswahl und gelernte Pfleger Stefan Jagel schonungslose Aufklärung und bessere und wirksame Kontrollen für Pflegedienste in München:

„Ein Großteil der Münchner Pfleger*innen leistet gute und wichtige Arbeit für die Gesellschaft und hilfsbedürftige Menschen. Die gestrigen Razzien in München und Augsburg offenbaren aber ein grundsätzliches Problem: Wer Gesundheit als Ware auf dem Markt handelt, öffnet den Betrug an hilfsbedürftigen Menschen Tür und Tor.

Wir müssen die Gesundheitsversorgung zum Wohl der Patientinnen und Patienten wieder in die öffentliche Hand zurück führen. Wenn in einer Millionenstadt wie München nur eine städtische Einrichtung zur Altenpflege existiert, läuft etwas verkehrt. Wir brauchen einen öffentlich kontrollierten Pflegesektor mit guten Arbeitsbedingungen und ausreichender Personalausstattung und eine bessere Kontrolle privater Pflegedienstleister in München. Die Beschwerdestelle für Probleme in der Altenpflege braucht mehr Personal und Kompetenzen, um Beschwerden wirksam nachgehen zu können. Nur so können wir dem Betrug mit dem Pflegegeschäft das Handwerk legen und das Vertrauensverhältnis zwischen Pflegekräften und Hilfsbedürftigen gewährleisten.“