Der Mietenwahnsinn zeigt immer schlimmere Ausmaße in München. Einmal mehr ist es die unter dem heutigen Ministerpräsidenten Söder privatisierte GBW, die ohne Gnade die Menschen aus ihren Wohnungen und wahrscheinlich auch aus München verdrängt. Im Hasenbergl hat die Ankündigung der Modernisierung sogar dazu geführt, dass eine Frau einen Herzinfarkt erlitt. Soweit ist es schon gekommen! Eingeschlagen hat auch die Nachricht, dass sich in Schwabing-Freimann die Mieten durch eine Modernisierung für mehr als 100 Mietparteien verdreifachen sollen! Unser Kreissprecher, Ates Gürpinar äußerte sich zum Fall: „Die GBW schöpft den maximalen Profit aus den Wohnungen ab – mit allen Mitteln: Vier Tage vor Jahresende, bevor eine Gesetzesänderung dies verhindern würde, wird die Modernisierung angekündigt. Die angekündigte Verdreifachung der Mieten bedeutet für die meisten eine existenzielle Bedrohung! DIE LINKE unterstützt die Betroffenen, sich gemeinsam gegen die Verteuerung zu organisieren.“

 

Zwei Mitglieder der LINKEN haben sich vor Ort ein Bild gemacht und kamen mit den Betroffenen ins Gespräch. Die Wut auf die GBW, aber auch auf Söder ist riesengroß! Die Mieterinnen und Mieter wollen sich gegen das Vorgehen der GBW wehren! Direkt neben den betroffenen Wohnungen liegen etwa 100 weitere Wohnungen der GBW, die dasselbe Schicksal schon mitgemacht haben! Der direkte Vergleich der modernisierten und der noch ursprünglichen Wohnungen macht einen sprachlos. Kaum zu glauben, dass dies die gleichen Gebäude gewesen sein soll. Zu sehen ist die ganze Palette der Modernisierungskunst. Aufzüge, zusätzliche Balkone, moderne Fassade, Dachaufstockung mit Luxuswohnung und und und. Das Ganze macht dann 11,25€/m² mehr Miete im Monat. Für eine normale 90m²-Wohnung bedeutet das 1.000€ mehr jeden Monat! Die Menschen vor Ort haben ganz normale Einkommen, wünschen sich keinen Aufzug, keinen zusätzlichen Balkon oder anderen Schnickschnack. Sie wollen einfach nur in ihrer vertrauten Umgebung ein normales Leben führen. Die GBW sieht das offensichtlich anders.

Zur Schuldfrage dieser Tragödie ergänzt Gürpinar: „Der Hauptverantwortliche für den Verkauf der GBW-Wohnungen ist nun Ministerpräsident. Vor fünf Jahren gelobte Söder, dass die Mieterinnen und Mieter in GBW-Wohnungen gegenüber denen in städtischen Wohnungen bevorzugt würden. Die Sozialcharta ist das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt wurde. Söder müsste Konsequenzen aus seinen Verfehlungen ziehen. DIE LINKE fordert die Rückführung des privatisierten Wohnraums in öffentliches Eigentum. Dies sollte auch für die GBW überprüft werden, die auf Kosten der Ärmsten maximalen Profit erwirtschaftet. Hier ist der Freistaat Bayern gefordert!“

Wir wollen euch fragen. Wie sollte man mit der GBW umgehen?

Übrigens: am 4. Februar findet darüber hinaus der 7. Münchner Mieterstammtisch statt auf dem viele Betroffene von aktuellen Geschehnissen des Münchner Mieterwahnsinns berichten werden. Kommt vorbei